Fachschaft Physik, Veranstaltungen

Exkursionstag am 23.02.2017  in der ISER- Informatik-Sammlung Erlangen

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Ein Teil der 10. Jahrgangsstufe war dieses Jahr am Exkursionstag in der Informatiksammlung in Erlangen. Es handelt sich hierbei nicht nur um eine interessante Ausstellung oder Führung, wie in einem Museum, sondern man kann viele der verschiedenen Exponate selbst in die Hand nehmen und ausprobieren, was sehr viel Spaß macht und das Verständnis für die Funktionsweise der unterschiedlichen Rechenmaschinen näher bringt.

Bemerkenswert war, dass man sich schon früher viele unterschiedliche Methoden ausgedacht hat, um Rechenarbeiten zu erleichtern. Zur Zeit der Römer beispielsweise, waren diese mechanisch aufgebaut.

Angefangen beim Abakus, den man sich wie auf einem Holzrahmen gespannte Stangen vorstellen muss, auf die Holzkugeln gesteckt wurden, geht es in der Ausstellung über in diverse Rechenmaschinen, die jedoch immer noch mechanisch waren. Mit diesen konnte man dann aber, im Laufe der Zeit neben Additions- und Subtraktionsaufgaben auch Multplikationen und Divisionen ausführen, und sie waren eine große Hilfestellung. Aber all dies wurde dann mit der elektronischen Rechenanlage ,,Zuse“ getoppt. Die FAU hat mit der Zuse Z23 vor über 50 Jahren mit der elektronischen Datenverarbeitung angefangen und sie ist heute das Highlight der Sammlung.

Die Zuse ist so groß wie eine Schrankwand, die für heutige Verhältnisse sehr wenig Speicherplatz hat (für das Speichern eines Klassenfotos, bräuchte man mehrere Fussballfelder an Zusen). Vor ein paar Jahren hat sich eine  kleine Gruppe von Menschen gefunden, die die Zuse über jahrelange, aufwendige Arbeiten wieder funktionstüchtig gemacht haben, weshalb auch wir sie in ,,Aktion“ sehen konnten. Eine Zuse wurde hauptsächlich zum Rechnen genutzt, hat aber laut Ausstellungsleiter nur  90% am Tag funktioniert, die anderen 10% musste man sie reparieren. Auf Lochstreifen konnte man im Dualsystem Programme erstellen und diese dann in der Zuse einlesen. Wir durften auch ein Programm ausprobieren, einen Reaktionstester, bei dem man fortlaufend einen Ton hörte und sobald sich dieser geändert hat, schnell auf eine Taste drücken musste - wir waren alle zu langsam und hatten dann, laut Zuse, 2-3 Promille Alkohol im Blut. Selbstverständlich haben wir dort auch noch die anderen Computer im Laufe der Zeitgeschichte angeschaut (die immer handlicher wurden) und waren darüber erstaunt, dass es am Anfang noch keine Maus gegeben hat, was sich glücklicherweise bald in dieser ,,Technikrevolution“ geändert hat. Wir haben auch weitere Ausstellungsstücke erkundet und detailierte Erklärungen bezüglich der einzelnen bekommen, wie zum Beispiel zu einem mechanischem Gerät, bei dem man auf einer Karte die Umrisse eines Sees entlangfahren konnte und dann  den Flächeninhalt des Sees erhalten hat. Zum Schluss durften wir noch eine Blick in einen großen Raum werfen mit modernen Hochleistungsrechenmaschinen, die auch so groß wie ein Kleiderschrank waren. Diese haben allerdings eine deutlich höhere Rechenleistung und Speicherkapazität als die Zuse: Der Superrechner in Erlangen, die MEGGIE, hat mit 511 Tflop/s die 250 billionenfache Rechenleistung und mit 1344TB das 6,72 billionenfache an Speicherkapazität der Zuse, belegt aber ,,nur“ den 346. Platz der Weltrangliste (im Vergleich hierzu hat ein iPhone nur 1-3Gflop/s).

Mirijam-Joséphine Götz, G10c


Bericht über Exkursionstag der 10. Klassen, Besuch der Sonderausstellung ALL.täglich im Museum Industriekultur Nürnberg.

Raumfahrt. Weltall. Satellit. Worte, die wir kennen, benutzen, ja sogar täglich hören und, die uns doch SO fremd sind, da wir, auf der Erde, auf den ersten Blick nichts damit zu tun haben. Oder?

"ALL.täglich", eine Ausstellung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), der INNOSPACE und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, möchten diesen Mythos aufdecken. In verschiedenen Kästen werden mit Hilfe von Bildern, Texten, Exponaten und Animationen gezeigt und erklärt, wie Entdeckungen, Tests etc. aus der Raumfahrt alltäglich geworden sind und unser Leben mitbestimmen.

Die Roboter der Automobilindustrie und Medizin basieren heute auf Robotern des DLR, welche in den 90ern ursprünglich als "Handlanger" für Raumstationen entwickelt worden waren.

Zu weltfremd?

Dann denke doch an die Frühgeborenen, die ständig im Brutkasten überwacht werden müssen, um eine fachgerechte Versorgung erhalten zu können. Dieses System stammt ursprünglich vom Bord der ISS, um die Körperfunktionen der Astronauten überwachen zu können.

Das sind nur zwei Beispiele von vielen.

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die genutzten Erkenntnisse und Technologien in den Bereichen Wohnen & Arbeiten, Gesundheit & Ernährung, Reise & Freizeit, Mobilität & Kommunikation, Wissen & Bildung ohne die Raumfahrt nicht so fortgeschritten wären wie sie heute sind.

Wenn du das nächste Mal schimpfst, da das Aufbauen der Bildern auf Google Earth so lange dauert, denke einfach an den Satelliten, der die Bilder in hoher Auflösung macht, an die Erde weiterleitet und lass dich davon faszinieren! Denn auch Google-Earth wäre ohne die Forschung der Raumfahrt nichts.

Sandra Dommke, G10b


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