Konzept RS GYM

Offene Ganztagesschule Realschule Gymnasium: pädagogisches Konzept

1. Allgemeine Zielsetzung bzw. Schwerpunkte des offenen Ganztages

1.1. Trägerschaft

Die Maria-Ward-Realschule und das Maria-Ward-Gymnasium sind staatlich anerkannte Privatschulen für Mädchen in Trägerschaft der Erzdiözese Bamberg. Im gleichen Gebäude befindet sich noch die Maria-Ward-Grundschule. Für alle drei Schularten wird eine offene Ganztagesschule unter gemeinsamer Leitung angeboten, ebenfalls in Trägerschaft der Erzdiözese Bamberg.

1.2. Ziele der Offenen Ganztagesschule

Unser Anliegen ist es, den Schülerinnen eine optimale Betreuung am Nachmittag im Sinne einer christlichen Werteorientierung anzubieten. Die Bereiche Mittagessen, Freizeit und Hausaufgabenzeit bilden dabei die tragenden Säulen. Wir kooperieren engmit den Maria-Ward-Schulen und legen Wert auf eine vertrauensvolleZusammenarbeit mit den Eltern.

Unsere Mädchen müssen sich in der Schule nicht ständig mit dem anderen Geschlecht auseinandersetzen. Dadurch können sie ihre individuellen Begabungen und Fähigkeiten ganz anders erkennen und entfalten und so ein stabiles Selbstwertgefühl entwickeln.

Die Kinder kommen gerne in die Betreuung – das zeigt sich an der jährlichen Rückmeldung - und sie erfahren neben kompetenter Unterstützung in den Hausaufgaben ein abwechslungsreiches Freizeitangebot und eine Stärkung ihrer Persönlichkeit.

Schwerpunkte unserer Betreuung sind die Richtlinien des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung München (ISB) und die Grundsätze Maria Wards in der Erziehung der Kinder und Jugendlichen auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden

• Schule als Lebensraum

• Christliche Wertevermittlung

• Ganzheitliche Bildung und individuelle Förderung

• Förderung sozialer Kompetenzen

• Interkulturelle Bildung

• Unterstützung der Familien

• Freizeit- und Gesundheitserziehung

Durch das Miteinander in der Schulgemeinschaft erwerben die Kinder und Jugendliche unbewusst und durch bewusst initiierte Aktionen Kompetenzen für eine erfolgreiche Schulzeit und Bewältigung ihres Lebensalltags. Die gegenseitige Motivation zum Lernen, selbstständiges Zurückziehen in Arbeitsgemeinschaften, Aufsicht durch fachkundiges Personal und sinnvolle Freizeitangebote und interessante Aktionen gewährleisten unser Anliegen.

 

1.3. Kirchlicher Schwerpunkt

Uns ist eine christliche Wertevermittlung, wie nach Möglichkeit auch ein jährliches Projekt mit einem Künstler zur Maria-Ward-Woche, wichtig. Wir orientieren uns am Kirchenjahr, legen Wert auf eine offene und tolerante Einstellung gegenüber anderen und einen wertschätzenden Umgang mit den Kindern durch die Betreuungskräfte. Sie kümmern sich um die Sorgen und Nöte der Kinder und helfen ihnen, ein positives Selbstkonzept in ihrer Entwicklung durch positive Rückmeldungen aufzubauen.

2. Team

2.1. Leitung

Eine eigene Leitung der offenen Ganztagesschule aller drei Schularten, aktuell eine Realschullehrkraft für Deutsch und katholische Religionslehre, gleichzeitig auch Fachpädagoge für Ganztagesschulen (IHK) gewährleistet einen reibungslosen Tagesablauf und eine zuverlässige Krankheitsvertretung des eingesetzten Personals. Das pädagogische Konzept wird ständig weiterentwickelt. Die Leitung der Offenen Ganztagesschule steht im ständigen Austausch mit den Schulleitern/innen des Gymnasiums, der Realschule und der Grundschule. Fortbildungen im Bereich Ganztag werden aktiv wahrgenommen.

 

2.2. Betreuungskräfte

Die Betreuungskräfte verfügen über eine breitgefächerte berufliche Qualifikation (z.B. Kinderpflege, Sozialpädagogik, Lehramt) und bilden sich regelmäßig weiter. Weiterhin werden häufig Praktikanten/innen im Rahmen der Erzieherausbildung für eine kurze Zeitspanne oder für ein ganzes Schuljahr aufgenommen.

3. Rahmenbedingungen

3.1. Tagesablauf

Nach dem Unterricht gehen die Schülerinnen zu den Räumlichkeiten der Offenen Ganztagesschule, melden sich an und stellen ihre Schultaschen ab. Anschließend nehmen die Mädchen ihr Mittagessen in der Schulmensa ein und gehen danach auf dem Pausenhof, wo sie unter Aufsicht der Betreuungskräfte sich körperlich an der frischen Luft „auszutoben“ oder vom Unterricht entspannen können. Zwischen 14 Uhr und 16 Uhr wird die Hausaufgabe erledigt. Ab 15 Uhr besteht zusätzlich noch einmal die Möglichkeit - nach vollständiger Erledigung der Hausaufgaben - Zeit zum freien Spielen oder zur Freizeitgestaltung unter Anleitung einer Betreuungskraft.

3.2. Raumnutzung

Grundsätzlich werden die Räume der Schule genutzt (Klassenzimmer der Realschule und des Gymnasiums, Turnhalle und Bibliothek). Zusätzlich gibt es ein eigenes Gestaltungszimmer, das der Offenen Ganztagesschule gehört.

4. Hausaufgabenbetreuung

Von 14 Uhr bis 16 Uhr findet die Hausaufgaben- und Studierzeit statt. Die Schülerinnen haben damit genügend Zeit, um ihre Hausaufgaben vollständig und ordentlich zu erledigen. Fachkundiges Personal bietet ihnen Lernhilfen bei der Erledigung der Hausaufgaben an. Um 15 Uhr wird eine kurze Pause gemacht. Wer bis dahin mit den Hausaufgaben fertig ist und diese der Betreuungskraft vorgelegt hat, darf auf dem Pausenhof oder im Gestaltungsraum der Offenen Ganztagesschule unter Aufsicht spielen und  muss sich nicht weiter ruhig verhalten, sondern kann mit Mitschülerinnen oder mit einer Betreuungskraft (meistens auf dem Pausenhof) in Interaktion treten. Alle anderen Schülerinnen arbeiten in ihrer individuellen Arbeitsgeschwindigkeit weiter. Die Betreuungskraft kann sich dadurch in der Hausaufgabenzeit auch den Schülerinnen widmen, die erhöhten Förderbedarf haben.

Alle Schülerinnen werden angehalten, ihre Hausaufgaben selbständig zu erledigen. Die Betreuungskräfte kontrollieren auf Vollständigkeit und Ordentlichkeit, geben Hinweise bei Fehlern und Fragen und achten auf eine ruhige und konzentrierte Arbeitsatmosphäre. Die Hausaufgaben werden normalerweise in den Klassenzimmern der Schule erledigt, die Schülerinnen haben somit einen festen Patz zum Arbeiten. Jedoch darf die Hausaufgabenbetreuung nicht im Sinne einer Art Nachhilfe verstanden werden. Die Kontrolle der Quantität und Qualität der erstellten Hausaufgaben obliegt weiterhin den Eltern bzw. den Lehrkräften.

5. Freizeit

5.1. Ungebundene Freizeit

Die freien Spielzeiten sind von 13:00 bis 14 Uhr, abhängig davon, wann die Schülerinnen Unterrichtsschluss haben, und von 15 Uhr bis 16 Uhr. Ab 15 Uhr dürfen nur die Schülerinnen zur freien Spielzeit gehen, die schon mit den Hausaufgaben fertig sind. Auf dem Pausenhof stehen den Schülerinnen folgende Spielmöglichkeiten zur Verfügung: Ballspiele, Federball, Jonglier- und Balanciergeräte, Springseile und Kreiden zum Malen. Mehrere Betreuer/innen übernehmen hierzu die Aufsicht.In der Zeit von 13:00/13:30 bis 14 Uhr verbringen die Kinder die freie Spielzeit entweder in der Bibliothek, im eigenen Gestaltungszimmer der Einrichtung, am Spielplatz oder in der benachbarten Einrichtung des „Erfahrungsfeldes zur Entfaltung der Sinne“ (nur in den Sommermonaten). Im Gestaltungszimmer sind Brettspiele und Malmöglichkeiten zur freien Gestaltung vorhanden. Bei schlechtem Wetter wird die Pause bis zur Hausaufgabenzeit um 14 Uhr im Schulgebäude verbracht. Ab 15 Uhr befindet sich eine Betreuungskraft am Pausenhof für die Schülerinnen, die schon eher mit den Hausaufgaben fertig sind. Hier haben die Mädchen die Möglichkeit, miteinander mit verschiedenen Spielgeräten zu spielen oder die Betreuungskraft initiiert ein Spiel. Oft kümmert sie sich um Schülerinnen, welche ein Mitteilungsbedürfnis oder Sorgen und Nöte haben.

 

5.2. Gebundene Freizeit

 

Jeden Montag findet von 15:15 bis 16 Uhr für die Schülerinnen der offenen Ganztagesschule eine Basketballübungsstunde mit einer Vereinstrainerin statt. Hier liegt aktuell eine Kooperation für das ganze Schuljahr vor.

In den Wintermonaten bieten die Betreuungskräfte den Schülerinnen an den anderen Wochentagen freiwillige Angebote zu den Themen Handarbeit, Entspannungsübungen oder Bewegung und Spiel an und zwar am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag jeweils von 15:15 bis 16:00 Uhr.

5.3. Kooperationen

Die Zusammenarbeit mit zahlreichen externen Partnern (Zoff und Harmonie, Basketballverein, Erfahrungsfeld zur Erkundung der Sinne, Diplom-Modedesigner, Persönlichkeitstrainerin) belegen den Anspruch einer optimalen Betreuung. Durch die attraktive Lage der Schule angrenzend an der Wöhrder Wiese und dem Stadtzentrums Nürnberg sind vielfältige Unternehmungen möglich. Mit der Einrichtung „Trau dich was, Selbstbehauptung & Kommunikation, Methodik mit Wirkung“ werden in einem Rhythmus von zwei Jahren ein Sicherheits- und Persönlichkeitstraining für Kinder durchgeführt und es fanden Workshops mit einer Diplom-Modedesignerin zu den Themen „Mode und Schmuck“ statt.

 

6. Mittagsverpflegung

Eine Mittagsverpflegung besteht an den Maria-Ward-Schulen Nürnberg bereits seit 1961. Aktuell ist das Küchensystem eine Mischform aus Frischküche und Aufbereitungsküche, da wir uns in der Interimsphase zum Schulneubau befinden und eine reine Frischküche nicht möglich ist. Die Speisen der beiden Menülinien in der Mensa werden aber zu ca. 90 % frisch gekocht. Bewirtschaftet wird die Küche von eigenem qualifiziertem Personal (u.a. Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin und Hauswirtschaftsmeisterin) und auch die Ausbildung von Lehrlingen – Hauswirtschaftstechnische HelferInnen findet in der Küche statt.

6.1. Speiseplan/Speiseraum

Beim Ernährungskonzept stützen wir uns auf die Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, d.h. es gibt maximal zweimal Fleisch in der Woche, die zweite Menülinie ist vegetarisch.

Die Schülerinnen bestellen ihr Essen bis spätestens 15 Uhr am Vortag mit dem Bestell-Bezahlprogramm „Mensa Max“, im Krankheitsfall oder bei Unterrichtsausfällen kann am Essenstag bis 08:15 Uhr noch storniert werden. Mit einem Chip können sie das Essen in der Mensa abholen, wenn Guthaben auf dem Konto aufgebucht ist. Es besteht auch in einem gewissen Umfang die Möglichkeit, spontan zum Essen zu kommen.

Wir achten auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung, die möglichst fettarm und schonend zubereitet wird. Das bedeutet auch, dass wir die frisch zubereiteten Speisen kühlen und für 12:15 Uhr bzw. 13 Uhr jeweils frisch erhitzen. Dabei finden selbstverständlich die vorgeschriebenen Temperaturkontrollen statt.

Einmal Fisch pro Woche ist in der Schule leider nicht möglich, da die Schülerinnen das von zuhause oft nicht gewohnt sind. Da unser Speiseplan aber so ausgelegt ist, dass Speisenwiederholungen erst nach 7 Wochen vorkommen, haben wir im 7-Wochenzyklus fünf Speisen mit Fisch.

Die Schülerinnen können bei der Beilage jeweils zwischen Salat oder Nachspeise wählen. Süßspeisen werden im 7-Wochenzyklus maximal viermal auf den Speiseplan gesetzt. Da die Schülerinnen in der Ganztagsschule verpflichtet sind am Mittagessen teilzunehmen, werden Lebensmittelunverträglichkeiten berücksichtigt. Allergene sind im Speiseplan ausgewiesen Der Speiseplan ist für die Eltern online auf der Schulhomepage einsehbar und die Eltern können sich dort informieren.

6.2. Ablauf

Die Schülerinnen der Realschule und des Gymnasiums kommen je nach Stundenplan sofort nach dem Unterricht in den Speisesaal, das heißt um 12:15 Uhr oder um 13:00 Uhr. Die Essensausgabe ist ein Thekensystem mit Tabletts. In der Mensa stehen 12 Tische, es gibt also maximal 54 Plätze. Das Lärmschutzkonzept besteht im Moment in einer Lärmschutzdecke und Gummikappen auf den Stuhlbeinen, da die Mensa eine Übergangslösung bis zur Fertigstellung der neuen Schule ist.

 


Homepage-Management

Kontakt Homepage-Management

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

mwrs