Flüchtlinge zu Besuch bei uns

Flüchtlinge zu Besuch bei uns

Am 11.01.2016 besuchten uns  zwei Flüchtlinge aus Syrien. Einer von ihnen war Kinan Morad (29 Jahre). Er erzählte uns über sein damaliges Leben in Syrien, die Flucht aus seinem Land und die Gründe, warum er es verließ. Kinan kam vor einem Jahr im September 2014 nach Deutschland.

Er ließ sein damaliges Leben, seine Arbeit und sein Zuhause zurück, denn Kinan wurde -wie viele Männer in seinem Land aufgefordert- dem „Krieg des Islams“ beizutreten. Dort sollte er auf Befehl unschuldige Menschen töten, egal ob Frau Kind oder Familie. Sollte er diesen Befehl verweigern, würde man ihn umbringen. Es gab nur zwei Möglichkeiten: „To be a criminal or to be killed“( „töten oder getötet werden“). Kinan entschied sich gegen all das und wagte einen riskanten Schritt. FLÜCHTEN.

Damals gab es noch nicht die eher sichere Balkan Route von der Türkei nach Griechenland. Er musste von Syrien in den Libanon, vom Libyen dann nach Italien, von dort nach Frankreich und dann endlich erreichte er sein Traumziel.....Deutschland. In Deutschland wurden seine Fingerabdrücke überprüft und Kinan war einer der Wenigen, der weiter reisen durfte.

Er blieb eine Woche bei seinem Cousin in Stuttgart. Lange durfte er jedoch nicht bleiben, denn er musste nach Karlsruhe, wo auch andere Flüchtlinge darauf warteten, bundesweit aufgeteilt zu werden. Er wurde Zirndorf zugewiesen.

Dort teilte er sich ein Zimmer mit einem anderen Flüchtling für ein Jahr. Für uns wäre dieses Zimmer zu bescheiden. Aber für ihn war es reinster Luxus nach allem, was er erlebt hatte.

Bevor Kinan aus seinem Land flüchtete, hatte er dort ein sehr schönes Leben. Er war Grafikdesigner und hatte ein eigenes kleines, jedoch schönes Apartment.

Seine Familie ist überall auf dem Globus verteilt, er hat wenig Kontakt zu ihnen, da die Verbindung viel zu schlecht und teuer ist.

Seine Eltern leben immer noch in ihrem Heimatland, obwohl es dort sehr gefährlich ist.

Kinan musste viel durchmachen aufgrund eines Krieges, mit dem er nichts zu tun hat. Jetzt hat er sich ein neues Leben aufgebaut und lernt bereits unsere Sprache. Er kann endlich wieder einem freien Leben entgegensehen.

Ich fand es aufregend und sehr interessant, wie Kinan Morad uns seine Geschichte erzählt hat. Wir haben Vieles erfahren und wir hoffen, dass er uns bald mal wieder besuchen kommt.

Jasmin Angsten, 8c


 

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mwrs