Eine Tour durch die mittelalterliche Altstadt Nürnbergs

Schöner Brunnen
Schöner Brunnen
Die Klasse 7b war auf einer Exkursion durch die Altstadt Nürnbergs unterwegs. Wir unternahmen diesen Ausflug im Rahmen unseres Geschichtsunterrichts, weil wir gerade die Epoche des Mittelalters behandeln.
Datum:
Veröffentlicht: 12.1.22
Von:
Martina Uschold

Die erste Station auf unserer Tour war die Mauthalle. Sie wurde als Speicher für Korn und Wein verwendet und diente dazu, das Volk in Hungersnöten am Leben zu halten. Insgesamt gab es 12 der großen Speicherbauten. Nicht weit davon entfernt steht die Lorenzkirche. Erste Baukenntnisse dieser Kirche gehen auf das 13. Jahrhundert zurück. Vor allem die Fassade bietet viel Spielraum für Erkundungen. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurden jedoch Teile der Lorenzkirche zerstört. Neben den anderen zerstörten Teilen hat es den Dachstuhl am schlimmsten getroffen. Er musste komplett neu aufgebaut werden. 
Nächste Station war das Heilig-Geist-Spital wurde, bis auf die beiden Bögen, die sich über die Pegnitz erstrecken, am Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört. Danach wurde es wieder aufgebaut und heute als Restaurant genutzt. Das nächste Gebäude ist die Frauenkirche. Bei ihr sind besonders die 7 Kurfürsten und Kaiser Karl IV. hervorzuheben. Die Kurfürsten umlaufen um 12 Uhr den König und das geschieht nur, weil um 12 ein Mechanismus in der Uhr ausgelöst wird, so beginnt das sogenannte Männleinlaufen, das an die Einführung der Goldenen Bulle zur Königs- und Kaiserwahl erinnert. 
Gleich gegenüber ist der Schöne Brunnen. Er hat keinen Schaden davongetragen, weil er während des Kriegs durch einen Betonmantel geschützt war. Sein Aufbau bietet die Möglichkeit die mittelalterliche Ständegesellschaft nachzuvollziehen. Weiter oben steht das Alte Rathaus. Dort wurde über Nürnberg im Mittelalter regiert. Im Sebaldusviertel steht die Sebalduskirche. Sie ist dem Heiligen Sebald geweiht und neben dem Schönen Brunnen das zweite Gebäude aus dem Mittelalter, das gut erhalten ist. 
Lange Zeit war Nürnberg eine Freie Reichsstadt in der auch der berühmte Maler Albrecht Dürer lebte. Er wurde in einem Haus nahe der Burg geboren und ist dort aufgewachsen. Im unteren Teil des Hauses war die Goldschmiede seines Vaters und sein Kinderzimmer sah so aus wie das Atelier eines Malers. Auch schwänzte er häufig die Schule, weil ihm Zeichnen wichtiger war. Heute wird das Haus als Museum benutzt.   
Und zum Schluss kamen wir zum wohl bedeutendsten mittelalterliche Bauwerk Nürnbergs: Die Kaiserburg, der Ort mittelalterliche Reichstage und Versammlungen sowie eine Pfalz der Kaiser selbst. Sie bestand vor der Zerstörung aus drei Teilen. Der erste Teil war eine Burggrafenburg mit einem Fünfeckturm. Der zweite Teil ist die eigentliche Kaiserburg und besteht aus dem Sinwelturm, dem tiefen Brunnen, der Doppelkapelle sowie dem Palas. Der dritte und letzte Teil bestand aus mehreren, im Norden liegenden, reichsstädtische Bauten. Von diesen drei Teilen stand nach dem Krieg nur noch die Hälfte und man hat erfolgreich versucht es wieder so aufzubauen, wie es früher einmal war.  
Was wir am Ausflug toll fanden war, dass wir unsere eigenen Führer waren und unserer Klasse spannende Infos zu den Gebäuden geben konnten. So ist der Geschichtsunterricht spannender geworden. 
Vivien Hach (G7b)