Ich weiß alles über dich

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Im Rahmen des Faches Deutsch beschäftigte sich die Klasse 8c in den vergangenen Wochen während des Distanzunterrichts mit dem Thema „Gefahren im Netz“ und durfte hierfür in die Geschichte einer sechzehnjährigen Fußballerin eintauchen, die genau solchen Problemen ausgesetzt ist. Sofia Stoll fasst in der folgenden Rezension den Jugendroman „Ich weiß alles über dich“ von Thomas Feibel geschickt zusammen, worum es in dieser Geschichte geht, und klärt, inwiefern es sich lohnt, das Buch zu lesen (Reinartz).
Datum:
20. Mai 2021
Von:
Martina Uschold

★★★☆☆ 3 von 5 Sternen

„Ich weiß alles über dich“ – Thomas Feibel

Eine Rezension von Sofial Stoll (19.05.2021 – Klasse 8c)

„Am Montagmorgen schalte ich mein Handy ein und finde 136 neue Nachrichten. Alle ohne Absender.“ Dieser Satz kommt aus dem Buch und er lässt einen leichten Schauer über den Rücken laufen. Das Handy und Internet sind zurzeit sehr wichtige Themen und noch wichtiger ist es, richtig mit diesen Sachen umzugehen. Und einer der damit häufig verbundenen Probleme sind Stalking oder Cybermobbing. Und genau darüber schreibt Thomas Feibel in seinem Buch „Ich weiß alles über dich“. 

Das Buch ist ein Jugendroman, der von einem Autor und einem Medienexperten zugleich geschrieben wurde. Es geht um das Opfer Nina, die in die Klauen eines Stalkers gerät, der ihr das Leben und das ihrer Freunde und Bekannten zur Hölle macht. Ihre beste Freundin Paula und der neue Freund Ben versuchen ihr so gut wie möglich zu helfen. Doch die Eskalation beginnt schon sehr früh und Nina verliert zunehmend die Kontrolle über ihr Leben und ihre Identität. 

Im Großen und Ganzen hat das Buch eine relativ gute Bewertung verdient. Es ist dünn, modern, lehrreich und realistisch. Der Schreibstil ist frech, umgangssprachlich, flüssig und schnell zu lesen. Man konnte sich in die Gefühlswelt von Nina hineinversetzen und die Handlungen nachvollziehen, wie es so ist, unter ständiger Beobachtung zu stehen und die Machtlosigkeit kommt relativ gut zum Ausdruck. Jedoch war ich persönlich nicht besonders zufrieden mit dem Buch. Anfangs war es recht ansprechend, doch leider konnte man das Ende sehr schnell vorhersagen. Bei so einem Titel und Klappentext hätte ich mir einen interessanten und faszinierenden Thriller vorgestellt. Es ist auch möglich, mehr Spannung und eine Art „mysteriöse Stimmung“ hineinzubauen und genau das habe ich mir erhofft, aber vergebens. Ich hätte mir außerdem noch ein paar weise oder tiefgründige Sprüche oder Sätze gewünscht, die einen zum Nachdenken bringen könnten. So hätte man dem Buch mehr Spannung, Tiefgründigkeit und Seriosität verliehen. Trotzdem lehrt das Buch, die sozialen Medien mit Vorsicht zu benutzen und Menschen, die man eigentlich nicht kennt, nicht direkt alles über sich anzuvertrauen und, dass man nicht zu schnell über andere urteilen sollte. Es hat mich ein Stück weit mehr mit dieser Gefahr konfrontiert, jedoch entspricht der Roman nicht genau meinem Interesse.

Für Kinder im Alter von 10 bis 12 sollte das Buch geeignet sein, denn es warnt und klärt kurz und prägnant über altersspezifische Themen und Probleme auf und bietet gute Ansätze für Gespräche zu Hause. Für zwischendurch oder als Schullektüre ist das Buch ganz in Ordnung, aber wenn man eine aufregende und fesselnde Geschichte erwartet hat, dann ist es meiner Meinung nach nicht besonders befriedigend. Dies ist aber trotzdem Ansichtssache.