Schullandheim

Ende Juni / Anfang Juli jeden Jahres brechen die drei 6. Klassen zusammen mit 6 Lehrkräften auf, um für 3 Tage gemeinsame Zeit im Schullandheim zu verbringen. Dieses findet traditionell im Kloster Ensdorf in der Nähe von Amberg statt, wo das ökologisch orientierte Bildungshaus (früher Haus der Begegnung) seit 1984 ideale Bedingungen für einen Schullandheimaufenthalt bietet.

Rundum von Klostermauern geschützt, kann man den Schülerinnen viel Freiraum gewähren. Die einzigen „städtischen“ Attraktionen außerhalb der Klostermauern sind eine kleine Bäckerei und ein Schreibwarenladen. Das kleine Dorf liegt inmitten der Natur, umgeben von Wald und Wiesen, im Tal fließt die Vils.

Die Tage beginnen mit einem gemeinsamen morgendlichen Treffen, danach stärken sich alle beim Frühstück. Den Tag verbringen die Schülerinnen mit verschiedenen angeleiteten Aktivitäten, die sich mit frei zu gestaltender Zeit abwechseln. Dazwischen sind die leckeren Mahlzeiten mit frischen Salaten willkommene Fixpunkte. Der Tag schließt mit einem Treffen im Kreis der Klassengemeinschaft, das je nach Bedarf unterschiedlich gestaltet wird.

Angeleiteten Aktivitäten der letzten Jahre

  • Der Niederseilgarten, wo die Schülerinnen vor neue, herausfordernde Aufgaben gestellt werden, bei denen Kommunikation, Vertrauen, Kooperation und gemeinsame Strategieentwicklung gefragt sind.
  • Der Rhythmus-Workshop, bei dem die Schülerinnen die unterschiedlichsten Instrumente kennenlernen, um schließlich im gemeinsamen Rhythmus zu trommeln.
  • Die Exkursion zu den nahegelegenen Teichen und einem Seitenarm der Vils: Es beginnt mit einem Forschungsteil zum Thema Ökosystem Wasser (Lehrplaninhalt 6. Klasse NuT, näheres siehe dort) und endet in einem spaßbetonten gemeinsamen Naturgewässererlebnis.

Freizeitgestaltungsmöglichkeiten

Das Klostergelände selbst bietet viel Abwechslung, z.B. ein Volleyball- und ein Fußballfeld für gemeinsame Spiele, ein naturbelassenes Kneipp-Becken zur Abkühlung, Nutzrasenflächen zum Chillen und eine grüne Kapelle als Rückzugsort vom Trubel. Finden sich mindestens drei Schülerinnen zusammen, dürfen sie nach Abmeldung selbständig das Dorf erkunden. Auch bei schlechtem Wetter ist für Bewegungsmöglichkeiten gesorgt, mit einem Spielraum u.a. mit Tischtennisplatte und einem turnhallenartigen Mehrzweckraum. Alles was man noch dazu braucht, kann man sich beim freundlichen Bildungshausteam gegen Hinterlegung eines Pfands ausleihen.

Was es nicht immer gibt, sind Handys. Es hat sich bewährt, nur feste Handyzeiten zuzulassen (i.a. eine Stunde vor oder nach dem Abendessen) und in der restlichen Zeit die Handys einzusammeln. Was anfangs für große Aufregung sorgt (auch bei einigen Eltern), führt bald zu einer erstaunlichen Erfahrung, wie uns von Schülerinnen immer wieder versichert wird. Das Handy wird gar nicht groß vermisst und oft nach einem kurzen Anruf bei den Eltern noch vor Ende der Handyzeit wieder zurückgegeben. In Notfällen kann selbstverständlich über einen Lehrer jederzeit mit den Eltern Kontakt aufgenommen werden!

Am Ende stehen neue Erkenntnisse über Klassenkameradinnen und einen selbst, neu geknüpfte Kontakte über die Klassengrenzen hinaus und vielleicht eine neue Sichtweise auf den einen oder die andere LehrerIn.