Katholisch

Lehrkräfte

  • OStRin i. K. Grysczyk, Barbara
  • OStR i. K. Kiowsky, Günter          
  • StRin i. K. Spiekermann, Julia

Grundwissen

In der Unterstufe wird mit dem Lehrbuch „Unterwegs“ in der Mittel- und Oberstufe mit dem Lehrbuch „Religion vernetzt“ unterrichtet.

Für die Jahrgangsstufe 5

Die Schülerinnen beobachten und beschreiben Berührungspunkte zwischen ihrem Leben und der Bibel. Sie erklären die Entstehung und den Aufbau der Bibel und gehen sachgerecht mit der Bibel um. 
Respektvoll begegnen sie der Bibel, deuten anhand altersgerechter Beispiele die Bibel als Zeugnis der Gottesoffenbarung und der Gotteserfahrung und übertragen einfache biblische Aussagen selbständig auf das eigene Leben.

Sie stellen ihre Kenntnisse über das Land und die Lebensbedingungen zurzeit Jesu dar, erschließen und formulieren die Botschaft des Weihnachtsevangeliums und die Bedeutung der Menschwerdung Gottes und deuten den Weihnachtsfestkreis als Feier des Glaubens an Jesus Christus. Den Sinn von Symbolen und Bräuchen erläutern sie im Weihnachtsfestkreis und gestalten eine Adventsfeier.

Die Schülerinnen beschreiben und vergleichen, wie Kinder und Jugendliche sich in der heutigen Zeit Gott vorstellen, und tauschen sich über ihre eigenen Gottesbilder aus. Sie erschließen historische Gottesvorstellungen aus der europäischen und altorientalischen Kultur und vergleichen historische Gottesvorstellungen mit dem biblischen Gottesbild. In Auseinandersetzung mit wesentlichen Zeugnissen des christlichen Glaubens stellen sie die Besonderheit des liebenden und dreifaltigen Gottes dar.

Die Schülerinnen setzen ihre eigenen Anlagen und Fähigkeiten verantwortlich ein, um das Zusammenleben in der Schule und in ihrem persönlichen Umfeld positiv zu gestalten. Sie sehen in der gemeinsamen Gotteskindschaft die Grundlage dafür, dass jedem Menschen eine einzigartige Würde zukommt, die sich im Gespür für die eigene Einmaligkeit, im respektvollen Umgang miteinander und in gegenseitiger Wertschätzung ausdrückt. Die Schülerinnen bringen mithilfe der ihnen bereits bekannten Grundgebete sowie durch frei formulierte Gebete ihre Verbundenheit mit Gott zum Ausdruck und reflektieren auf altersgemäße Weise, wie sich grundlegende Bedürfnisse und Erfahrungen der Menschen in den Gebeten widerspiegeln, und beziehen dabei auch ihre eigene Erfahrungswelt mit ein.

Sie nehmen die Atmosphäre eines Kirchenraums wahr und respektieren die Sakralität des Ortes, um für eine Begegnung mit Gott in Stille, Lied und Gebet offen zu werden und ordnen grundlegende Ausstattungselemente katholischer Kirchen ihrer Bedeutung zu und unterscheiden verschiedene Richtungen im Baustil als Ausdruck eines jeweils zeitgemäßen Suchens und Glaubens. Sie erkennen und deuten wesentliche Symbole sakraler Räume und liturgischer Vollzüge und unterscheiden Kirche als Raum und als Glaubensgemeinschaft und stellen die vielfältigen Aufgaben ihrer Pfarrgemeinde vor.

Für die Jahrgangsstufe 6

Die Schülerinnen reflektieren konkrete Erfahrungen (z. B. von Glück und Leid) aus ihrer Erfahrungswelt und belegen an Beispielen, dass menschliches Staunen, Suchen und Fragen einen Zugang zu Gott eröffnen kann. Sie formulieren grundlegende Fragen nach dem Ursprung und Sinn ihres eigenen Lebens und der Welt und vergleichen verschiedene Antwortmöglichkeiten aus Geschichte und Gegenwart. Die Schülerinnen stellen dar, auf welche Weise ihnen bekannte Grundaussagen des christlichen Glaubens eine Sinnperspektive für die eigene Lebensgestaltung aufzeigen, und setzen dazu Antworten anderer Kulturen und Weltanschauungen zur Frage nach dem Ursprung und Sinn des eigenen Lebens und der Welt in Beziehung. Sie überdenken und diskutieren mögliche Standpunkte zur Frage nach dem Ursprung und Sinn von Leben und Welt sowie nach Gott und entwickeln eigene Antwortversuche.

Die Schülerinnen erzählen selbständig biblische Geschichten von Scheitern und Gelingen vor dem Anspruch Gottes und zeigen auf, inwiefern in diesen Erzählungen Gottes Treue und Barmherzigkeit gegenüber den Menschen sichtbar wird. Sie ordnen alttestamentliche Leitfiguren in deren biblischen Kontext ein und vergleichen biblische Erfahrungen mit konkreten Problemsituationen ihres eigenen Lebens. Sie bringen vor dem Hintergrund ausgewählter biblischer Geschichten Handlungsalternativen zum Ausdruck.

Die Schülerinnen setzen sich mit Leiderfahrungen in ihrer Lebenswelt und möglichen Umgangsweisen mit Leid differenziert auseinander und beschreiben auf der Grundlage von biblischen Texten in Grundzügen, wie sich Jesus von Nazaret den Leidenden zuwendet, erschließen die Osterbotschaft als Sieg über Leid und Tod und übertragen diese Hoffnung der Auferstehung auf das Leben der Menschen. Sie vollziehen nach, wie die Geschehnisse von Tod und Auferstehung Jesu Christi im Osterfestkreis zum Ausdruck kommen und zeigen auf, wie die Auferstehung Relevanz für die Lebensgestaltung gewinnen kann.

Die Schülerinnen beschreiben die Bedeutung des Pfingstereignisses für das christliche Gemeindeleben und erläutern die anfängliche Begeisterung und das Ringen der christlichen Gemeinden mit den auftretenden Problemen in Fragen des Glaubens und der Lebenspraxis. Sie stellen dar, inwiefern die weitere Ausbreitung des frühen Christentums durch das Leben überzeugender Christen und ordnende Strukturen ermöglicht wurde und stellen die Auseinandersetzung der christlichen Gemeinden mit dem heidnischen Umfeld unter wechselnden politischen Verhältnissen im Imperium Romanum dar.

Die Schülerinnen nehmen die unterschiedlichen Lebensumstände von Kindern in ihrem jeweiligen kulturellen und religiösen Umfeld wahr und erkennen und begründen aus einer christlichen Grundhaltung heraus die Notwendigkeit von Verantwortung, Gerechtigkeit und Solidarität, um jedem Menschen die gleichen Grundrechte zu garantieren und Lebenschancen zu ermöglichen. Sie bewerten aus der christlichen Perspektive die Lebensbedingungen von Kindern im Wissen um deren soziale, kulturelle und wirtschaftliche Voraussetzungen und reflektieren ihren eigenen Lebensstil und erkunden Möglichkeiten, wie sie sich solidarisch mit Menschen verhalten können, die unter ungerechten Lebensbedingungen leiden.

Für die Jahrgangsstufe 7

Die Schülerinnen reflektieren die Bedeutung der mit der Pubertät verbundenen Veränderungen für ihre eigene Persönlichkeitsentwicklung und analysieren ihre eigene Rolle in ihrem familiären und sozialen Umfeld und setzen sich damit auseinander. Sie sehen in der Bestimmung des Menschen zur Gottebenbildlichkeit eine positive Herausforderung, ihre Persönlichkeit anzunehmen, das eigene Leben zu gestalten und sich der damit verbundenen zunehmenden gesellschaftlichen Verantwortung bewusst zu werden.

Die Schülerinnen erklären Eigenart und Bedeutung von Zeichen und Symbolen und untersuchen an ausgewählten Beispielen, in welchen Zusammenhängen christliche Symbole in ihrer Lebenswelt präsent und relevant sind und zeigen auf, inwiefern christlich geprägte Symbole aus Tradition und Gegenwart auf einen spezifischen Weltzugang verweisen. Sie verstehen die Sakramente der Kirche in ihrem inneren Zusammenhang als Vergegenwärtigung der Heilszusage Gottes an die Menschen, erläutern das Sakrament der Eucharistie und dessen Symbolsprache und legen das Sakrament der Firmung als Vollendung der Aufnahme in die Kirche und als Bestärkung für ihren Glauben aus.

Die Schülerinnen erschließen vor dem Hintergrund eigener Lebenserfahrungen Grundaussagen des Markusevangeliums und stellen Bezüge zwischen dem Entstehungskontext und der Konzeption des Markusevangeliums her. Sie skizzieren die Entstehung der synoptischen Evangelien und zeigen die spezifischen Anliegen des Markusevangeliums auf und setzen sich mit Interpretationsansätzen des Evangeliums vom Reich Gottes auseinander und erschließen zentrale Aussagen für ihr Leben.

Die Schülerinnen belegen an Beispielen aus der Geschichte des eigenen (Erz-)Bistums, welche Auswirkung die Christianisierung auf Kultur und Gesellschaft hatte und differenzieren verschiedene Formen der Übernahme des Glaubens in der Geschichte, um die Bedeutung einer individuellen Glaubensentscheidung zu würdigen. Sie nehmen asketische und monastische Lebensformen als Möglichkeit wahr, die spirituelle und kulturprägende Kraft des Evangeliums zur Entfaltung zu bringen, des Weiteren deuten Sie religiöse Zeugnisse des Mittelalters als kulturgeschichtlich geprägte Ausdrucksformen des Glaubens und analysieren ambivalente Entwicklungen in der mittelalterlichen Kirche und erörtern, wie die Kirche ihrer Sendung in Gegenwart und Zukunft gerecht werden kann.

Die Schülerinnen nehmen die Vielfalt muslimisch geprägter Lebenspraxis und deren Verortung in unterschiedlichen Traditionen wahr und vollziehen den Stellenwert der Überlieferung über Muhammad und dessen Bedeutung für Muslime nach. Sie beschreiben in Grundzügen die Entwicklung unterschiedlicher muslimischer Glaubensrichtungen und deren Verbreitung, erkennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Glauben von Muslimen und Christen und erläutern wichtige Voraussetzungen und Kriterien für ein friedliches Miteinander zwischen Muslimen und Christen.

Für die Jahrgangsstufen 8 – 12

Das Grundwissen findet sich kompakt zusammengefasst am Ende der Kapitel.

Leistungserhebung

  • In den Jahrgangsstufen 5 – 9 werden mindestens eine Stegreifaufgabe pro Halbjahr geschrieben.
  • In der 10. Jahrgangsstufe kommt pro Halbjahr eine angekündigte Kurzarbeit über den Stoff von bis zu 10 Schulstunden dazu.
  • In der 11. Und 12. Jahrgangsstufe wird pro Halbjahr eine Schulaufgabe und nach Absprache angesagte schriftliche (kleine) Leistungserhebungen geschrieben.

Fachprofil

Im katholischen Religionsunterricht treten die jungen Menschen von ihren unterschiedlichen Lebenswelten her in reflektierten Dialog mit dem kirchlichen Glauben. Ausgehend von der christlichen Überlieferung erschließen die Schülerinnen einen religiösen Zugang zur Wirklichkeit, der sich durch keine andere Dimension der Welterfahrung ersetzen lässt.

Im Übergang vom Jugendalter zum Erwachsenenalter entwickelt sich das Bedürfnis der Schülerinnen, ihr Leben selbst zu gestalten und zu verantworten. In dieser Orientierungsphase unterstützt der katholische Religionsunterricht die jungen Menschen in ihrer Identitätsfindung. Die durch die Kirche überlieferte Glaubenstradition gibt den Schülerinnen Impulse für die Sinnfindung in ihrer Lebensgestaltung und für die Entwicklung der Fähigkeit zur ethischen Urteilsbildung. In die damit verbundenen Lernprozesse werden die Lebenserfahrungen der Schülerinnen integriert und auf vielfältige Weise zu den christlichen Inhalten in Beziehung gesetzt.

Details Online: https://www.lehrplanplus.bayern.de/fachprofil/gymnasium/katholische-religionslehre