Geschichte

Lehrkräfte

Geschichte unterrichten an unserer Schule:

  • Frau GymLin Friedrich
  • Herr LAss Hart
  • Herr StD M.A. Hörlein
  • Herr StR Kärgel
  • Herr LAss Koch
  • Herr StR Kröniger
  • Frau StRin Reubel
  • Frau StRin Schneller
  • Herr StR Dr. Straßner

Leistungserhebungen

In Fach Geschichte werden kleine Leistungsnachweise erbracht (6.-11. Klasse).

Lehrplaninhalte (6.-10. Klasse)

6. Jahrgangsstufe

Mit der Ur- und Frühgeschichte beginnend (z.B. Steinzeit) erstreckt sich der Stoff über Ägypten, dem antiken Griechenland, dem Römischen Reich bis hin zum beginnenden Mittelalter, ergänzt durch Längsschnitte (Menschen machen Geschichte, Familie)

7. Jahrgangsstufe

Vom Mittelalter über die Renaissance und konfessionellem Zeitalter bis hin zum Barock und dem Absoutismus wird die Chronologie fortgesetzt, in Längsschnitten wird auf Wirtschaft und Handel und Architektur geblickt.

8. Jahrgangsstufe

Schwerpunkte bilden Aufklärung, Französische Revolution mit der Herrschaft Napoleons, nationale und liberale Strömungen in Deutschland bis zur Reichsgründung, Industrialisierung, Kaiserreich, Imperialismus und Erstem Weltkrieg, begleitet von einem Länggsschnitt zur bayerischen Geschichte.

9. Jahrgangsstufe

Beginnend mit der Weimarer Republik über Nationalsozialismus und Holocaust, Zweitem Weltkrieg und deutscher Nachkriegsgeschichte gelangt man bis zum Kalten Krieg. Einen Längsschnitt bildet das Thema Menschenrechte.

10. Jahrgangsstufe

Die Teilung Deutschlands und seine Geschichte bis nach der Wiedervereinigung sowie die europäische Integration und die Globalisierung im 21. Jahrhundert schließen den Stoff in der Mittelstufe ab.

Stundenverteilung

  • 6. – 9. Klasse: 2 Wochenstunden
  • 10. (und 11. Klasse): 1 Wochenstunden

Besondere Aktivitäten

Begleitend zum Unterricht, aber auch im Rahmen des Exkursionstages oder als Projekt der Freien Stillarbeit (FSA, 7. Klasse) sind außerschulische Ziele die römischen Thermen in Weißenburg, die Nürnberger Burg und mittelalterliche Zeugnisse in Nürnberg, das Museum Industriekultur, die KZ-Gedenkstätte in Dachau und das Doku-Zentrum in Nürnberg.

Einen Schwerpunkt stellt auch die Studienfahrt nach Berlin mit zentralen historischen Programmpunkten dar (z. B. Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen, Stasi-Zentrale, Deutsches Historisches Museum, Mauergedenkstätte, Marienfelde, Spionagemuseum, Holocaust-Mahnmal etc.).

Geschichte Grundwissen

Das „Grundwissen“ gilt für die Klassenstufen des achtjährigen Gymnasiums. Es wird im neunjährigen Gymnasium durch die „Grundlegenden Daten und Begriffe“ ersetzt, die unter folgendem Link zu finden sind:
http://www.historisches-forum.bayern.de/fileadmin/user_upload/historisches_forum/GDB_Geschichte_LPP_07.12.2018.pdf 

G8 Grundwissen Geschichte für die noch laufenden Jahrgangsstufen:

Grundwissen Geschichte 8. Klasse

Wichtige Daten

  • 14. Juli 1789: Beginn der Französischen Revolution
  • 1806: Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation
  • 1815: Wiener Kongress zur Neuordnung Europas nach Napoleon
  • 1848/49: Revolution in Deutschland
  • 1871: Reichsgründung in Deutschland (Bismarck, Kaiser Wilhelm I.)
  • 1914 – 1918: Erster Weltkrieg
  • 1917: Russische Revolution (Lenin)

Die Französische Revolution und Napoleon

  • Aufklärung: Bewegung, die im 17./18. Jahrh. ganz Europa erfasste; Grundsatz: “Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“; Betonung der Vernunft als Maßstab menschl. Handelns
  • Bürgertum: großer Teil der Bevölkerung der Städte (Kaufleute, selbstständige Handwerker, Ärzte, Rechtsanwälte); gewisser Wohlstand und Beteiligung am techn. und wirtschaftl. Fortschritt; tritt als Stand neben Adel und Geistlicheit und fordert politische Gleichberechtigung
  • Code Civil: von Napoleon eingeführtes Bürgerliches Gesetzbuch („Code Napoleon“); sichert einige Errungenschaften der Französ. Revolution; noch heute Grundlage der meisten Gesetze Frankreichs
  • Gewaltenteilung: Trennung der Staatsgewalt in die gesetzgebende Gewalt (Legislative) des Parlaments, die ausführende Gewalt (Exekutive) der Regierung und Verwaltung sowie die Recht sprechende Gewalt (Judikative) der Gerichte
  • Kaisertum Napoleons: nach den Unruhen der Revolutionsjahre sicherte Napoleon den Franzosen in einer Art Militärdiktatur Ruhe und Ordnung; Anknüpfen an Tradition Karl d. Großen; Eroberungspolitik in Europa
  • Menschenrechte: Grundlage sind die Ideen der Aufklärung; Rechte, die jedem Einzelnen von Natur aus zustehen und die der Staat zu garantieren hat (Bsp.: Glaubens-, Presse- und Versammlungsfreiheit, Unverletzlichkeit der Person, der Wohnung und des Eigentums)
  • Montgelas: Einführung von Verwaltungsreformen nach französischem Vorbild in Bayern; „Vater des modernen Bayerischen Staates“
  • Nation: Menschen, die auf einem best. Gebiet leben, sich zu einer gemeinsamen Geschichte, Traditionen und Zielen bekennen und so eine politische Gemeinschaft bilden
  • Nationalismus: Übertreibung der Nationalidee durch Bewertung der eigenen Nation als der höchsten und gleichzeitiger Geringschätzung der anderen;  ungeheurer Einfluss dieser Haltung im 19./20. Jahrh.; schuld an vielen Ungerechtigkeiten und Kriegen
  • Nationalversammlung: Versammlung gewählter Volksvertreter, oft Verfassung gebend
  • Verfassung: Grundsätze eines Staates, die die Form, den Aufbau, die Art der politischen Willensbildung der Bürger und die Rechtstellung von Regierung und Staatsbürgern bestimmen
  • Deutscher Bund: auf dem Wiener Kongress gegründeter Staatenbund aus souveränen Fürstentümern und freien Städten; wichtige Rolle Preußens und Österreichs („Dualismus“)
  • Liberalismus: politische Bewegung auf der Basis der Gedanken der Aufklärung; Hauptideen: Freiheit und Selbstbestimmung, gegen staatliche Bevormundung und Privilegien des Adels

Industrialisierung und soziale Frage

  • Arbeiterbewegung: organisierte Arbeiterinteressen, entstanden als Antwort auf die „Soziale Frage“; Gewerkschaften zum Kampf für Verbesserungen in den Betrieben und für soziale Absicherung; Sozialdemokratische Partei (anfangs reine Arbeiterpartei) zum Kampf für politische Gleichberechtigung der Arbeiter in einer Demokratie und die Umwandlung der kapitalistischen in eine sozia-listische Wirtschaft
  • Industrielle Revolution: sehr schnelle Anfangsphase der Industrialisierung (seit dem 18. Jahrh. von England ausgehend); Merkmale: Einsatz von Kraft- und Arbeitsmaschinen führte zu e. enormen Steigerung von Energie und Produktivität, billige Massenproduktion ersetzte handwerkliche Fertigung
  • Soziale Frage: Bezeichnung für die wachsenden Missstände, entstanden durch die Ind. Revolution (Heer von abhängigen, wirtschaftlich nicht abgesicherten Lohnarbeitern, Härte u. Unmenschlichkeit der Fabrikarbeit, Ungleichheit der Besitzverteilung)
  • Sozialismus: Gesellschaftsordnung, in d. Kapital und Produktionsmittel, also Grund und Boden, Maschinen und Fabriken, sich nicht mehr in Privateigentum sondern in Gemeineigentum befinden; Durchgangsphase zum Kommunismus, der klassenlosen Gesellschaft

Leben im Deutschen Kaiserreich

  • Deutsches Kaiserreich: nach dem Krieg gegen Frankreich in Form eine konstitutionellen Monarchie geeintes Deutschland unter Führung Preußens; bestand bis 1918 (Ende 1. Weltkrieg)
  • Kulturkampf: innenpolitische Maßnahmen des Reichskanzlers Bismarck, um den Einfluss der katholischen Kirche zurückzudrängen; Zeitraum: 1873 – 1878
  • Parteien: seit d. Revolution von 1848 Existenz politischer Parteien in Dtld.; Konservative, Liberale, Sozialisten und Zentrum (Partei d. polit. Katholizismus); im Kaiserreich wenig Einfluss; in der Weimarer Republik lag politische Verantwortung dagegen bei den gewählten Abgeordneten d. Parteien, ebenso heute in der Bundesrepublik
  • Reichstag: schon im Mittelalter Zusammenkunft geistlicher und weltlicher Fürsten sowie Vertreter der Reichsstädte; seit 1871 (Reichsverfassung) gewählte parlamentarische Vertretung des deutschen Volkes (heute: Deutscher Bundestag im Reichstagsgebäude in Berlin)
  • Sozialgesetzgebung: Sozialversicherungen (Kranken-, Unfall- und Rentenvers.) wurden unter Bismarck eingeführt zur Absicherung der Arbeiterschaft
  • Sozialistengesetz: Gesetz Bismarcks zur Bekämpfung der Sozialdemokratie, der er reichsfeindliche Tendenzen vorwarf (keine Verbot der Partei, sondern ihrer Vereine und Zeitungen)

 Imperialismus und Erster Weltkrieg

  • Attentat von Sarajewo: Ermordung des Thronfolgers von Österreich-Ungarn am 28.6.1914 durch einen serbischen Nationalisten war Anlass für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs
  • Imperialismus: Errichtung von direkter oder indirekter Herrschaft über ein anderes Land, oft mit gewaltsamen Mitteln; imperialistische Politik der Industriestaaten (1870 – 1918) ; Errichtung von Kolonien in Afrika und Asien aus Machtstreben, religiösem und kulturellem Sendungsbewusstsein sowie aus wirtschaftlichen und innenpolitischen Gründen

 Grundwissen Geschichte 9. Klasse

Wichtige Daten

  • 1918: Novemberrevolution
  • 1923: Hitlerputsch
  • 1929: Weltwirtschaftskrise
  • 30.1.1933: Hitler wird Reichskanzler           
  • 9.11.1938: Novemberpogrom
  • 1.9.1939: Beginn des 2. Weltkrieges
  • 20.7.1944: Attentat auf Hitler durch Graf Schenk v. Stauffenberg
  • 8./9.5.1945: Bedingungslose Kapitulation Deutschlands
  • 1946: Verfassung des Freistaates Bayern
  • 23.5.1949: Grundgesetz
  • 1949: Gründung beider deutschen Staaten BRD und DDR
  • 17.6.1953: Aufstand gegen das DDR-Regime
  • 1961: Mauerbau
  • 1963: deutsch-französischer Freundschaftsvertrag

Weimarer Republik

  • Vertrag von Versailles: Friedensvertrag zwischen Deutschland und den Alliierten, Gebietsabtretungen durch und  Reparationsforderungen an Deutschland, in Deutschland als ungerecht empfunden, Ziel: Revision
  • Völkerbund: Internationale Organisation zur Friedenssicherung (1920-1946), gescheitert
  • Inflation: Geldentwertung, In D. Höhepunkt 1923, verschärft soz. Ungleichheit durch Schädigung von Sparern und Lohnempfänger und Begünstigung der Besitzer von Sachwerten
  • Weimarer Verfassung: erste demokratische Verfassung Deutschlands, Wahl des RT nach dem Verhältnis-wahlrecht, dies führt zur Parteienzersplitterung, erschwert Regierungsarbeit

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

  • Antisemitismus: Negative Einstellung gegenüber Juden, Wurzeln im Mittelalter, religiös und wirtschaftlich motiviert, wird unter den Nationalsozialisten zum „rassischen“ Gegensatz
  • Gleichschaltung: Unterordnung aller wichtiger Organisationen (Gewerkschaften, Medien, Länder etc.) unter NS-Idoelogie und –Politik
  • Holocaust/Shoa: Ermordung der europäischen Juden durch die Nationalsozialisten
  • Konzentrations- und Vernichtungslager: Mittel, um missliebige Minderheiten oder politische Gegner in tota-litären Staaten auszuschalten (UdSSR: ab 1923, D: ab 1933), Ausbeutung durch Zwangsarbeit, ab 1942 in D Vernichtungslager zur systematischen Ermordung von Minderheiten (5-6 Mio. Juden, 500000 Sinti/Roma)
  • Machtergreifung: von NSDAP 30.1.1933 so bezeichnet, tatsächlich Zeit der „Gleichschaltung“ bis Mitte 1934
  • Münchener Abkommen: 30.9.1938, Abkommen zwischen D, GB, F und I, verpflichtet die Tschechoslowakei, Sudetengebiete zu räumen, die von D besetzt werden; Alliierten glauben irrtümlich, damit Frieden zu sichern
  • Nationalsozialismus: völkische, antisemitische Bewegung in D 1919-1945, in NSDAP organisiert unter Führung Hitlers mit dem Ziel der Errichtung einer Diktatur
  • Nürnberger Gesetze: 1935 in Nürnberg durch den RT verabschiedete Gesetze (Reichsbürgergesetz, Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre), Basis für die nachfolgende Diskriminierung und Verfolgung der Juden in Deutschland
  • Systematische Vernichtung der Juden/Völkermord: Vernichtung einer Bevölkerungsgruppe aus religiösen, ethnischen, nationalen oder rassischen  Gründen – Genozid (in D: der Juden)

Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg

  • Beatzungszonen: Aufteilung Deutschland in vier Beatzungszonen, in denen die Siegermächte (USA, UdSSR, GB, F) jeweils die Regierungsgewalt ausüben (1945-49)
  • Die Deutsche Frage: Durch Teilung und Kaltem Krieg entstandene ungelöste nationale Frage Deutschlands nach einer Einheit; gelöst durch Wiedervereinigung am 3.10.1990
  • Entnazifizierung: Ziel der Alliierten, Deutschland von NS-Gedankengut zu befreien und die Deutschen demokratisch umzuerziehen
  • Flucht und Vertreibung: Bevölkerungsbewegung Deutscher  (14 Mio) nach dem 2.Weltkrieg von Ost nach West aus osteurop. Staaten oder ehemals deutschen  Gebieten  durch Flucht oder systematischer Vertreibung
  • Kalter Krieg: Konfrontation zwischen dem freien, demokratischen Westen“ (NATO) und dem kommunisti-schen Ostblock (Warschauer Pakt), Kampf um Einfluss und Machtstellung unter Vermeidung einer bewaffneten Auseinandersetzung (atomare Bedrohung)
  • Konferenz von Potsdam: 17.7-2.8.1945, Beschluss der USA, UdSSR und GBs zur Behandlung Deutschlands (Demokratisierung, Denazifizierung, Demilitarisierung, Dezentralisierung, Demontage) 
  • NATO: Verteidigungsbündnis freier westlicher europäischer und nordamerikanischer (USA, Kanada) demo-kratischer Staaten (gegr. 1949) unter der Führung der USA gegen die Bedrohung durch die UdSSR
  • Währungsreform: Ablösung der alten Währung durch eine neue, in D 1923 und 1949 (D-Mark)
  • Warschauer Pakt: militärisches Gegenbündnis des Ostblocks gegen die NATO unter Führung der UdSSR, zwangsweise Mitgliedschaft der Ostblockstaaten (1955-1990)
  • Westintegration: Einbindung der BRD in westliche Organisationen, Orientierung der BRD an westlichen politischen Vorstellungen v.a. unter Adenauer 

Die Welt im Schatten des Kalten Krieges

  • Europäische Integration: stufenweise Einigung der Staaten der EU im Bereich der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
  • Nahostkonflikt: politischer und z.T. militärischer Konflikt um das Existenzrecht Israels und die Rechte der Palästinenser (eigener palästinensischer Staat) zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn, aber auch im Kalten Krieg und in der Gegenwart
  • Nord-Süd-Konflikt: Interessenskonflikt zwischen den reichen und den armen Ländern (wohlhabende Länder vorwiegend nördlich, ärmere Länder südlich des 30. Breitengrades)
  • UNO: ab 1945 als Nachfolgeorganisation des Völkerbundes, Basis Gleichberechtigung und Selbstbestimmung der Völker mit den Hauptaufgaben der Friedenssicherung und der internationalen Zusammenarbeit

Hinweis: Die Begriffe sind jeweils alphabetisch, nicht chronologisch geordnet

Abkürzungen: D: Deutschland, I: Italien, F: Frankreich,  UdSSR: Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, USA: Vereinigte Staaten von Amerika, GB: Großbritannien,  NS: Nationalsozialismus / nationalsozialistisch

Grundwissen Geschichte, 10. Klasse

Wichtige Daten

  • 1961/62 Kuba-Krise
  • 1972 Grundlagenvertrag
  • ab 1985 Reformpolitik in der UdSSR           
  • 1989 Umbruch im Ostblock
  • 9.11.1989 Öffnung der innerdeutschen Grenze
  • 3.10.1990 dt. Wiedervereinigung, „Tag der dt. Einheit“
  • 1992 Vertrag von Maastricht

Weltpolitische Veränderungen und Wandlungen in Dtl. (1960er – 1980er Jahre)

  • Kuba-Krise: Konfrontation zwischen USA und UdSSR wegen Stationierung von (atomaren) Raketen durch UdSSR in Kuba; Welt steht am Rande eines Atomkrieges; Abzug der Raketen aus Kuba nach US-Seeblockade und US-Abzug von Raketen aus Türkei; Einsicht in Notwendigkeit der Entspannungspolitik
  • Entspannungspolitik: Versuch, seit Mitte der 60er Jahre durch Verhandlungen zwischen Westen und Ostblock Vertrauensbasis zu schaffen, trotz weiterhin grundsätzlichen Gegensatzes. Folgen: wirtschaftliche, kulturelle Zusammenarbeit, Abrüstungsvereinbarungen; Ende mit Aufstellen von SS-20-Raketen durch UdSSR und NATO-Doppelbeschluss als Reaktion (1979) und mit Einmarsch d. UdSSR in Afghanistan (1979)
  • Ostverträge: Verträge der BRD ab 1970 mit Ostblockstaaten (UdSSR,  Polen, Tschechoslowakei, DDR); Inhalte: Gewaltverzicht, Anerkennung der nach 1945 entstandenen Grenzen (Oder-Nei0e) einschließlich der innerdt. Grenze.
  • Grundlagenvertrag: 1972 zwischen BRD und DDR zur Regelung gegenseitiger Beziehungen; Inhalte: Gleichberechtigung, Unabhängigkeit, Grenzanerkennung, Gewaltverzicht, gegenseitige ständige Vertretungen; Folgeabkommen (Kultur, Reisemöglichkeit etc.)
  • „68er-Bewegung“: v.a. studentische Protestbewegung gegen Konsumgesellschaft, autoritäre Strukturen in Familie, Schule, Arbeit; politisch stark „links“ orientiert; Ausgangspunkt für Reformen im gesellschaftlichen Bereich (Emanzipation der Frauen) und politische Neuansätze (Friedens-/ Umweltbewegung); stark beeinflusst von Protestbewegung in Frankreich und Protestbewegung gegen Vietnam-Krieg
  • Vietnam-Krieg: Krieg der USA auf Seiten Südvietnams gegen kommunistisches Nordvietnam 1964-1975 in auf beiden Seiten verlustreicher und grausamer Form; Sieg Nord-Vietnams; „Vietnam-Trauma“ in USA
  • Ende des Ostblocks und Deutsche Einheit
  • Glasnost und Perestroika: „Offenheit und Umbau“; vom sowjt. Staatspräsidenten M. Gorbatschow Mitte der 80er J. eingeführt; Ziel: totaler Umbau der sowjet Innenpolitik; Glasnost: Erlaubnis zur inneren Kritik, Entlassung polit. Gefangener, Auswanderungserlaubnis v. Regimekritikern; Perestroika: Umbau des Wirtschaftssystems, weniger zentralistische Planwirtschaft, mehr Privatwirtschaft

 Die Welt nach dem Kalten Krieg:

  • Osterweiterung der EU: Aufnahme von osteurop. Ländern, die sich nach Zusammenbruch d. UdSSR aus Ostblock gelöst haben, in EU; Aufnahmebedingungen: Demokratisierung, Marktwirtschaft, Anerkennung d. Ziele d. EU (auch MR); Zweiteilung Europas damit überwunden.
  • Vertrag v. Maastricht: 1992,  Beschluss z. verstärkten Zusammenarbeit im wirschaftl. Bereich (Wirtschaft- u. Währuungsunion, Euro-Einführung), gemeinsame Außen- u. Sicherheitspolitik,  Innen- u, Sicherheitspolitik.

Links

Interessante geschichtliche Informationen und Anregungen, auch Tipps für Erkundungen vor Ort sind unter anderem unter folgenden Links zu finden: