Wirtschaft und Recht

Lehrkräfte

  • Herr StR Jens Porst
  • StDin Frau Heidi Hümmer         

Grundwissen

Für die 9. Jahrgangsstufe für das Fach WR

Bewusstsein, dass die Knappheit von Ressourcen rationale Entscheidungen erfordert: 

  • Bedürfnisse als Mangel wahrnehmen, verbunden mit dem Wunsch diesen Mangel zu beseitigen.
  • Bedürfnishierarchie kennen: (physiologische Bedürfnisse, Sicherheitsbedürfnis, soziale Bedürfnisse, Wertschätzungsbedürfnis und Bedürfnis nach Selbstverwirklichung Wirtschaftlichkeitsprinzipien: Minimalprinzip:  Minimaler Input und bestimmter Output. Maximalprinzip: Bestimmter Input und maximaler Output.
  • Beeinflussung des Verbrauchers durch Werbestrategien z.B. durch das AIDA-Modell: A für Attention, I für Interest, D für Desire und A für Action. 
  • Aufgaben des Geldes: Tausch- und Zahlungsfunktion, Wertmesser, Wertspeicher, Wertaufbewahrungsfunktion und Geld als Kreditmittel.
  • Inflation als Index für die Veränderung des Preisniveaus. Ermittlung der Inflation mithilfe eines Warenkorbes. 
  • Anlagemöglichkeiten liegen in einem Spannungsfeld von Liquidität, Rentabilität und Sicherheit.    

Erkennen, wie Arbeitsteilung die wirtschaftliche Nutzung von Ressourcen fördert:

  • Wandel der Arbeitswelt hin zur Wissens- und Informationsgesellschaft
  • Anforderungen der modernen Arbeitswelt an die Erwerbstätigen sind: Fachliche und methodische Kompetenz (z.B. Fremdsprachenkenntnisse), persönliche Kompetenz (z.B. Leistungs- und Lernbereitschaft)  und soziale Kompetenz (z.B. Teamfähigkeit)
  • Güter sind das Ergebnis eines Zusammenspiels verschiedener Faktoren, sog. Produktionsfaktoren: Natur, Arbeit, Kapital und Wissen. 

Kenntnis wichtiger rechtlicher Gestaltungsmöglichkeiten der privaten Haushalte:

  • Verträge entstehen durch Antrag nach § 145 und Annahme nach § 147. Verträge sind verbindlich. Ein z.B. Kaufvertrag besteht aus drei Teilverträgen: das Verpflichtungsgeschäft (§433) und zwei Verfügungsgeschäfte (§929 die Übergabe und Übereignung der Sache/Geldes).
  • Sachmangel: Vorrangige Rechte: Nacherfüllung, nachrangige Rechte: Schadensersatz, Rücktritt und Minderung.  

Altersstufen der Geschäftsfähigkeit und deren Auswirkungen auf die Wirksamkeit von Verträgen:

  • 0 - unter 7 Jahre: Geschäftsunfähig: Kaufvertrag ist ungültig.
  • 7 bis unter 18 Jahre: beschränkte Geschäftsfähigkeit: Gültigkeit des Vertrages hängt von der Einwilligung des gesetzlichen Vertreters ab. Ab 18 Jahre: volle Geschäftsfähigkeit, Verträge sind voll wirksam. Ausnahme: Das Rechtsgeschäft bewirkt einen lediglich rechtlichen Vorteil oder es wird im Rahmen des Taschengeldes  abgeschlossen. 
  • Strafmündigkeit beginnt mit 14 Jahren. Bestrafung nach Jugendstrafrecht.  
  • Besitz ist tatsächliche und Eigentum die rechtliche Herrschaft 
  • Wirtschaftliches und rechtliches Handeln im Unternehmen
  • Rechtsform kennen (AG, GmbH, OHG, KG und das  Einzelunternehmen) 
  • Unter Marketing versteht man alle Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, den Absatz zu fördern. Dies kann durch sog. absatzpolitische Instrumente geschehen, nämlich durch z.B. Produktpolitik, Kommunikationspolitik, Preispolitik und die Distributionspolitik.
  • Aufstellen einer Bilanz: Passiva: Eigenkapital und Fremdkapital. Aktiva: Anlagevermögen und Umlaufvermögen. -Berechnung des Gewinns mithilfe einer einfachen Gewinn- und Verlustrechnung. Gewinn ist die Differenz aus Umsatzerlösen und Aufwendungen.

Grundwissen für die 10. Jahrgangsstufe für das Fach Wirtschafts- und Rechtslehre   

Verstehen, wie Entscheidungen von Haushalten und Unternehmen durch Märkte koordiniert werden:

  • Der Markt ist der Ort an dem Angebot und Nachfrage zusammentreffen. Beim Gleichgewichtspreis entsteht weder Überschuss noch Mangel.  Die Akteure verhalten sich  nach dem Nutzen- und Gewinnmaximierungsprinzip. Voraussetzung  dafür ist der freie Wettbewerb.
  • Die Börse  gilt als Beispiel für einen unvollkommenen Markt. Dieser hat ein hohes Maß an Transparenz, die gehandelten Güter sind homogen, keine Markteintrittsbarrieren, es existieren weder räumliche, sachliche noch zeitliche Präferenzen. 
  • In einer Volkswirtschaft können drei klassische Wirtschaftsbereiche unterschieden werden: der primäre, sekundäre und der tertiäre Sektor.
  • Die Werterschöpfung eines Landes lässt sich über das BIP ermitteln. Das BIP ist der Marktwert aller für den Endverbraucher bestimmten Waren und Dienstleistungen, die in einem Land in einem bestimmten Zeitabschnitt hergestellt werden. Das nominale BIP ist das BIP zu den jeweiligen Preisen. Beim realen BIP wird eine Preisbereinigung vorgenommen. 
  • Das erweiterte Kreislaufmodell kennen und anwenden können. ( I=S)  
  • Eingriffsmöglichkeiten des Staates in das Marktgeschehen:
  • Idealtypische Wirtschaftsordnungen kennen (ZVW und freie Marktwirtschaft)
  • Die Bedeutung der Begriffe Subsidiarität und Solidarität
  • Das Prinzip der Einkommensumverteilung mithilfe der progressiven Einkommensteuer kennen 
  • Die Bedeutung des Staatshaushaltes. Größte Einnahmenposten des Staates sind die Mwst und die Lohn- und Einkommensteuer. Größte Ausgabenposten sind „Arbeit und Soziales“ und die Bundesschuld. Ziel einer Haushalspolitik ist der ausgeglichene Haushalt, der ohne Neuverschuldung auskommt. (Laut EU-Stabilitätspakt ist eine Neuverschuldung von max. 3% des BIP erlaubt.) 
  • Die Sozialversicherungssysteme in Deutschland kennen (RV, AV, KV und PV) und um deren Probleme wissen. 
  • Veränderungen der Beitragssätze mithilfe einer schlüssigen Wirkungskette erklären können.

Die Bedeutung der Gesetze  als Rahmenbedingungen für das Marktgeschehen:     

  • Funktionen des Rechts: Friedensfunktion, Schutzfunktion, Erziehungsfunktion, Konfliktlösungsfunktion, Sanktionierungsfunktion und Ordnungsfunktion.
  • Vertragsfreiheiten (Gestaltung- Inhalts- und Abschlussfreiheit)  und deren Einschränkungen.
  • das Öffentlich Recht als Handlungsrahmen für die am Markt beteiligen Wirtschaftssubjekte, dass das Verhältnis der Bürger zum Staat regelt, nach dem Prinzip der Unterordnung (Steuerrecht). Im Gegensatz dazu regelt das Privatrecht das Verhältnis der Bürger untereinander und richtet sich nach dem Grundsatz der Gleichordnung (z.B. BGB)
  • Die Straftheorien: Die  relative Straftheorie  soll die Wiederholung der Straftat durch den Täter oder durch andere verhindert werden. Gleichzeitig soll dem Täter eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft ermöglicht werden (Resozialisierung).
  • Die absolute Straftheorie sieht Strafe als Vergeltung und Sühne an.
  • Bedeutung und Auswirkungen der Globalisierung auf Deutschland 

Die Europäische Union:

  • Stufen der wirtschaftlichen Integration
  • die Bedeutung des Binnenmarktes für Europa
  • Auswirkungen der europäischen Erweiterung ( Vor- und Nachteile für z.B. Deutschland)
  • Bedeutung und Auswirkungen einer europäischen einheitlichen Geldpolitik
  • Auswirkungen von Wechselkurschwankungen am Beispiel von Dollar und Euro
  • Das Kreislaufmodell an aktuellen Beispielen anwenden       
  • Beschaffung und Auswertung von gesamtwirtschaftlichen Daten z.B.:
  • Entwicklung der Arbeitslosenzahlen
  • Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts

Besondere Aktivitäten/ Besonderheiten

Planspiel Börse

Glückwunsch zum Planspiel Börse Sieg!

Wie auch in den letzten Jahren haben Schülerinnen der 10. Jahrgangsstufe am Planspiel Börse der Sparkasse Nürnberg teilgenommen. Die Schülerinnen Mirjam-Josephine Götz, Aqulina Taffelt, Anna Hetzler, Lisette Häcker und Theresa Böhner konnten ihr Depot von 50000€ auf sensationelle 59.000€ erhöhen und haben den ersten Platz in Nürnberg erzielt. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Platzierung.

Betriebspraktikum in der 9. Klasse

Um dem Lehrplan in Bezug auf den Themenbereich „Entscheidungen im Zusammenhang mit Ausbildung und Berufswahl“ und „typische Geschäftsprozesse im Unternehmen“ gerechter zu werden, haben die Schülerinnen der 9. Jahrgangsstufe im neusprachlichen Zweig die Möglichkeit, ein Praktikum in einem Betrieb zu absolvieren. Normalerweise findet dieses Betriebspraktikum immer zeitgleich mit dem Pflichtpraktikum für die Schülerinnen aus dem sozialwissenschaftlichen Profil statt. 

Neben traditioneller Wissensvermittlung soll dadurch ein enger Bezug zur Praxis hergestellt und somit schon die Möglichkeit gegeben werden, eigene Erfahrungen in diesem Zusammenhang zu machen. 

Besuch des BIZ

Eine weitere Vertiefung dieser Thematik findet durch einen Besuch im BIZ (Berufsinformationszentrum) statt. Hier haben die Schülerinnen die Möglichkeit sich mit dem Thema Beruf und Studium nach eigenen Vorstellungen auseinander zu setzen. Nach einer kurzen Einführung dürfen die Schülerinnen im BIZ zu Ausbildungsberufen aber auch zu Studiengängen Informationen einholen und auswerten. 

Ausbildungsscouts kommen zu uns in Schule

Zur besseren Vermittlung von Ausbildungsmöglichkeiten und –berufen laden wir jedes Jahr Ausbildungsscouts ein. Die Schülerinnen erhalten hier Informationen zu verschiedenen Ausbildungsberufen aus erster Hand. 

Besuch einer Gerichtsverhandlung in der 10. Klasse

„Öffentliches Recht als Handlungsrahmen“ ist ein Themenbereich in der 10. Jahrgangsstufe. Diese Tatsache veranlasst uns, eine Gerichtsverhandlung im Amtsgericht Nürnberg zu besuchen. Besonders interessant hierbei ist zu sehen, dass die von den Schülerinnen häufig gesehenen Gerichtsverhandlungen im Fernsehen nichts mit der Realität zu tun haben. Die Schülerinnen haben die Möglichkeit, Verhandlungen mit verschiedenen Inhalten zu verfolgen, von Delikten, wie Diebstahl, Betrug bis zu Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Interessant ist auch zu sehen, welches Strafmaß in den einzelnen Fällen verhängt wird.